Häufige Mängel an Edelstahlgeräten und wie man sie erkennt
Edelstahl wird aufgrund seiner Festigkeit, Langlebigkeit und guten Korrosionsbeständigkeit häufig in Industrieanlagen eingesetzt. Die Einwirkung von Hitze, Feuchtigkeit, Chemikalien, Vibrationen, Druck und abrasiven Materialien beeinträchtigt das Metall jedoch. Daher können Schweißnähte reißen, freiliegende Oberflächen korrodieren und das Material im Laufe der Zeit dünner werden.
Die Kenntnis einiger der häufigsten Probleme bei Anlagen aus Edelstahl ermöglicht es dem Team, durch Inspektionen Warnzeichen zu erkennen und entsprechende Wartungs- oder Reparaturmaßnahmen zu ergreifen.
Erkennen Sie Gerätedefekte frühzeitig – dank professioneller Inspektionen und Unterstützung bei der zerstörungsfreien Prüfung durch Bioscan Ltd.
Häufige Mängel an Edelstahlanlagen, die bei industriellen Inspektionen festgestellt werden
Häufige Probleme, die Inspektoren wahrscheinlich feststellen werden, sind:
Risse und Haarrisse
Jeder Riss in der Wand, egal wie klein er auch sein mag, oder selbst nur ein Haarriss, sollte untersucht werden. Der Defekt kann sich vergrößern, wenn das System weiter in Betrieb bleibt, was zu Undichtigkeiten oder einem Verlust der Tragfähigkeit führen kann. Zur Ermittlung des Ausmaßes und der Lage der Defekte ist eine geeignete Prüfmethode erforderlich.
Lochfraß und lokale Korrosion
Feuchtigkeit, Chemikalien, Chloride, Prozessrückstände und Ablagerungen begünstigen Lochfraß. Dieser mag zwar als kleine Oberflächenunregelmäßigkeit erscheinen, beeinträchtigt jedoch das Material unter der Oberfläche. Zudem sind Edelstähle zwar korrosionsbeständig, können jedoch unter bestimmten Bedingungen punktuelle Korrosion aufweisen. Bei der Inspektion von Anlagen sollte daher ein besonderer Schwerpunkt auf Bereiche gelegt werden, die Feuchtigkeit, Chemikalien oder Prozessstoffen ausgesetzt sind.
Schweißfehler
Schweißnähte sind wichtige Prüfstellen, da sie während der Herstellung oder im Betrieb anfällig für Fehler sein können. Dazu zählen Schweißrisse, unvollständige Verschmelzung, Porosität oder andere abnormale Zustände der Schweißnaht. Eine einfache Sichtprüfung reicht unter Umständen nicht aus, um den Zustand einer verdächtigen Schweißnaht zu beurteilen. Gezielte zerstörungsfreie Prüfungen (ZFP) können daher sinnvoll sein, wenn eine Schweißnaht einer genaueren Untersuchung bedarf, insbesondere wenn die Stelle mechanischen Belastungen, Vibrationen, Druck oder extremen Temperaturen ausgesetzt ist.
Wanddünnung und Materialverlust
Im Laufe der Zeit kann sich die Wandstärke von Anlagen aufgrund von Korrosion, Erosion und Betriebsbeanspruchung verringern. Materialverlust kann auftreten, ohne dass dies von außen erkennbar ist. Die Messung der Wandstärke kann dabei helfen, die Bereiche zu identifizieren, in denen die Wandstärke abgenommen hat.
Verformung und Verzerrung
Bei hoher Geschwindigkeit können abrasive Materialien und Partikel Edelstahloberflächen allmählich abnutzen. Eine Inspektion hilft dabei festzustellen, ob es sich um oberflächliche Schäden handelt oder ob bereits Materialverlust vorliegt und Abhilfemaßnahmen erforderlich sind.
Oberflächenschäden und Erosion
Übermäßiger Druck, Temperaturschwankungen, mechanische Belastungen, Vibrationen oder Betriebsbedingungen können zu Veränderungen der Geometrie von Anlagen führen. Diese äußern sich beispielsweise in Form von Beulen, Verformungen, Verwindungen, Ausbeulungen und Ähnlichem. Eine Inspektion bietet die Möglichkeit, das Ausmaß der Schäden sowie deren Ursachen zu ermitteln, bevor sich der Zustand weiter verschlechtert.
Korrosion an Verbindungsstellen, Dichtungen und schwer zugänglichen Stellen
Wiederholte Belastung, Vibrationen, Temperaturwechsel oder auch lokale Belastungen können zu Rissen im Bereich von Schweißnähten, Verbindungsstellen, Biegungen, Anschlüssen und anderen stark beanspruchten Bereichen an Anlagen führen. Kontinuierlich betriebene Tanks, Silos und Prozessanlagen könnten besonders anfällig sein, da sie ständig wechselnden Prozessbedingungen ausgesetzt sind. Achten Sie bei der Inspektion besonders auf diese Bereiche, um frühe Anzeichen von Korrosion, Rissen, Undichtigkeiten oder Beschädigungen zu erkennen.
Wo diese Mängel bei industriellen Verarbeitungsanlagen auftreten können
Sprühtrockner
Hitze, Produktströmung, Feuchtigkeit und Erosion sind die Gefahren, denen Sprühtrockner ausgesetzt sind. Risse, Korrosion, Materialabtrag und Oberflächenverschleiß können dann an verschiedenen Stellen auftreten, beispielsweise an Kammern, Schweißnähten, Innenflächen und Verbindungsstellen. Inspektionsdienstleistungen für Sprühtrockner können dabei helfen, diese Probleme anhand ihres Betriebszustands zu erkennen.
Silo- und Tanksysteme
Silo- und Tanksysteme müssen an Wänden, Dach, Schweißnähten, Stützen, Anschlüssen und Verbindungsstellen gewartet werden. Je nach gelagertem Material und Umgebungsbedingungen können diese Bereiche korrodieren, Risse bilden, sich verformen oder Materialverlust erleiden. Inspektionsdienste für Silos und Tanks ermöglichen die Erkennung von Schäden, bevor diese die Integrität der Anlagen beeinträchtigen.
Zyklone
Bei Zyklonen kann es in Bereichen, die einem kontinuierlichen Prozessfluss und Betriebsbelastungen ausgesetzt sind, zu einer Materialverschleiß kommen. Die Innenflächen, Ein- und Auslassbereiche, Biegungen, Verbindungsstellen und Schweißnähte können auf Anzeichen von Oberflächenbeschädigungen, Erosion, Rissbildung, Korrosion oder Materialausdünnung untersucht werden. Die Inspektion von Zyklonen und Schlauchfiltern hilft dabei festzustellen, ob die festgestellten Verschleißerscheinungen auf die Oberfläche beschränkt sind oder bereits so weit fortgeschritten sind, dass eine Reparatur oder weitere Untersuchung erforderlich ist.
Beutelfilter
Sowohl das Gehäuse als auch die Schweißnähte sind während des Betriebs einem Verschleiß ausgesetzt. Bei Inspektionen von Zyklonen und Schlauchfiltern können Oberflächenbeschädigungen, Verformungen, Korrosion oder andere Mängel festgestellt werden, die eine Wartung erforderlich machen.
Wie bei der Inspektion von Edelstahlanlagen Fehler erkannt werden
Je nach Art des Defekts und der zu prüfenden Anlage lässt sich der Prüfansatz nach der Identifizierung der anfälligen Bereiche festlegen. Bei Bedarf kann das Bioscan-Verfahren in Verbindung mit geeigneten Prüfverfahren eingesetzt werden.
Sichtprüfung
Die erste Überprüfung auf sichtbare Risse, Korrosion, Verformungen, Oberflächenbeschädigungen, Undichtigkeiten und andere Auffälligkeiten erfolgt im Rahmen einer Sichtprüfung. Dabei können möglicherweise auch Bereiche ermittelt werden, die einer weiteren Untersuchung bedürfen.
Zerstörungsfreie Prüfung
Nicht jeder Fehler lässt sich durch eine Sichtprüfung vollständig beurteilen. Prüfverfahren wie die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) können weitere Informationen liefern, ohne die Maschine zu beschädigen. Je nach Prüfziel und Anwendbarkeit können Verfahren wie die Ultraschallprüfung oder die Farbeindringprüfung für die Inspektion eingesetzt werden.
Dickenmessung
Die Dickenmessung ist besonders hilfreich, um Wandverdünnungen und Materialverlust aufgrund von Korrosion oder Erosion festzustellen. Ein Vergleich der Messwerte aus den betreffenden Bereichen kann dabei helfen, die von Verschleiß betroffenen Stellen zu ermitteln.
Prüfung von Schweißnähten und Verbindungen
Bestimmte Bereiche von Schweißnähten, Verbindungen, Auflagern und Anschlüssen können eingehend untersucht werden, da sie höheren Belastungen ausgesetzt sind und an diesen Stellen Fehler auftreten können. Je nach Zustand kann eine geeignete Prüfmethode ausgewählt werden.
Zustandsbewertung und Berichterstattung
Der Zustand der Anlagen sollte im Rahmen von Inspektionen dokumentiert werden, um einen Überblick zu verschaffen. Anhand der Ergebnisse lassen sich Bereiche ermitteln, in denen Reparaturen, eine fortlaufende Überwachung oder eine zusätzliche technische Überprüfung erforderlich sind.
Prüfung von Industrieanlagen durch Bioscan Ltd.
Bioscan Ltd. ist ein spezialisierter Anbieter von Inspektionsdienstleistungen für Industrieanlagen im Bereich der Verarbeitungs- und Lagertechnik. Der Schwerpunkt der Inspektionsarbeiten von Bioscan liegt auf Rissen, Korrosion, Wanddickenabnahme, Schweißnahtfehlern, Oberflächenverschleiß sowie strukturellen oder mechanischen Schäden. Der Inspektionsansatz kann je nach Anlage und Inspektionsanforderungen eine systematische Sichtprüfung mit geeigneten zerstörungsfreien Prüfverfahren (NDT) und Verfahren zur Wanddickenmessung kombinieren.
Dadurch erhalten die Betriebsteams dokumentierte Informationen über den Zustand der Anlagen und sind nicht mehr ausschließlich auf routinemäßige Sichtprüfungen angewiesen. Die Ergebnisse können als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Wartung, Reparatur, Überwachung und weiterer Untersuchungen dienen. Falls ein bestimmtes Problem im Zusammenhang mit einem Tank eine eingehendere Begutachtung erfordert, bietet Bioscan auch die Untersuchung von Defekten an Industrietanks an.
Schlussfolgerung
Edelstahl hält anspruchsvollen industriellen Umgebungen stand, doch kann der Dauerbetrieb dennoch zu Rissen, Lochfraß, Schweißfehlern, Wanddünnung, Verformungen, Erosion und Korrosion im Bereich von Verbindungsstellen führen. Diese Defekte an Edelstahlanlagen können sich allmählich entwickeln und sind im Routinebetrieb nicht immer offensichtlich. Ihre Lage und ihr Schweregrad hängen zudem von der jeweiligen Anlage und den Betriebsbedingungen ab.
Eine strukturierte Inspektion von Edelstahlanlagen stellt einen Zusammenhang zwischen diesen Warnzeichen und dem tatsächlichen Zustand der Anlagen her. Eine Sichtprüfung, geeignete zerstörungsfreie Prüfverfahren, eine Wanddickenmessung und die Erstellung von Zustandsberichten können ein umfassenderes Verständnis des Verschleißes vermitteln. Regelmäßige Inspektionen von Industrieanlagen können daher den Anlagenbetreibern helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen hinsichtlich Wartung, Reparatur und weiterer Untersuchungen zu treffen.



